Onkologisches Bewegungsprogramm
Allgemeine Informationen
Eine Krebsbehandlung ist für den Körper oft sehr belastend. Umso wichtiger ist es, wann immer der Körper kräftig genug ist, sich auch während dieser Zeit zu bewegen. Mit regelmässiger Bewegung vermindern Sie Komplikationen und Nebenwirkungen. Gleichzeitig erreichen Sie durch mehr Bewegung mehr Motivation, was sich positiv auf die Gesundheit und den Geist auswirkt.
Bewegungsprogramm der Physiotherapie
Ziel der Übungen 1 bis 3 ist die die Prophylaxe von Lunge und die Anregung des Herzkreislaufsystems. Wichtig ist, wenn ihr Allgemeinzustand stark reduziert ist, empfehlen wir Ihnen die Rücksprache mit ihrem Physiotherapeut*innen und vorerst nur die Übungen 1 bis 3 durchzuführen.
Ziel der Übungen 4 bis 6 ist Krafterhalt wichtiger Muskelgruppen.
Wenn immer möglich, führen Sie die Übungen alle 2 bis 3 Stunden durch.
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Atemübung
Legen Sie sich entspannt auf den Rücken (falls für Sie besser oder angenehmer mit erhöhtem Kopfteil). Atmen Sie so tief wie möglich in den Bauch ein und wieder aus. Die Atmung sollte, wann immer möglich, durch die Nase erfolgen. Falls Ihnen Ihr*e Physiotherapeut*in einer Variante in einer Dehnlagerung in Seitenlage oder in Siestatellung gezeigt hat, folgen Sie bitte den Anweisungen der Physiotherapie.

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Stoffwechselgymnastik
2 x 20 Wiederholungen
Beugen und strecken Sie die Fussgelenke im maximalen Bewegungsumfang im Sekundenryhtmus.

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Rumpfrotation
2 x 10 Wiederholungen
Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie Ihre Füsse und Knie geschlossen aneinander auf. Spannen Sie die tiefe Rumpfmuskulatur an. Drehen Sie kontrolliert und langsam die Knie zuerst auf die eine, dann auf die andere Seite. Die Füsse, das Becken und der Rumpf bleiben zuerst stabil und folgen dann der Bewegung der Knie.
Wenn es Ihr Zustand und Ihre Blutwerte zulassen, machen Sie zusätzlich diese weiteren Übungen täglich 2 bis 3 mal. Das Ziel ist die Krafterhaltung wichtiger Muskelgruppen.

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Bridging (Brücke)
2 x 10 Wiederholungen.
Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie Ihre Füsse und Knie hüftbreit auseinander. Halten Sie diese während der Durchführung der Übung stabil. Spannen Sie die tiefe Rumpfmuskulatur an und heben Sie langsam das Gesäss maximal so weit, bis der Körper in einer Linie ist. Sollte dies nicht möglich sein, heben Sie das Gesäss so weit an, wie für Sie möglich. Halten Sie diese Position 1 bis 2 Sekunden und senken Sie das Gesäss langsam wieder ab.

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Squats
2 x 10 Wiederholungen.
Setzen Sie sich an den Bettrand oder auf einen Stuhl. Stellen Sie Ihre Füsse und Knie hüftbreit auseinander. Stehen Sie langsam auf, wenn möglich ohne dabei die Arme zu benutzen. Kehren Sie die Übung danach um und setzen Sie sich wieder langsam hin. Berühren Sie aber den Stuhl oder die Bettkante mit dem Gesäss nur ganz leicht, ohne sich richtig hinzusetzen und stehen Sie wieder auf. Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Übung Antirutschsocken oder Schuhe mit einer guten Sohle tragen.

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Zehenstand
2 x 10 Wiederholungen.
Stehen Sie hüftbreit hin und halten Sie sich, falls nötig, an einem Stuhl, Bettende oder Tisch fest. Stellen Sie sich nun langsam auf die Zehenspitzen und lassen Sie sich langsam wieder absenken. Achten Sie dabei darauf, dass die Fersen nicht nach innen knicken. Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Übung Antirutschsocken oder Schuhe mit einer guten Sohle tragen.

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Wand-Liegestützen
2 x 10 Wiederholungen.
Stützen Sie sich mit gestreckten Armen gegen eine Wand. Je weiter Ihre Füsse von der Wand entfernt sind, desto anstrengender wird die Übung. Beugen und strecken Sie nun die Arme. Achten Sie darauf, dass der ganze Körper von Kopf bis Fuss immer gestreckt bleibt. Fersten bleiben am Boden. Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Übung Antirutschsocken oder Schuhe mit einer guten Sohle tragen.








